| Abschlussübung 2010

"Des Feuers Feind."

Die Jahresabschlussübung 2010 unseres Löschzugs fang am 26.11.2010 mit den Löschgruppen Schenkenschanz und Warbeyen mit insgesamt 5 Einsatzfahrzeugen auf dem Gelände der Schreinerei Killewald, Siemensstraße, im Industriegebiet Nellenwardgen statt. Vorbereitet wurde die Übung durch unseren Löschgruppenführer Jürgen van Acken. 3 Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden zur Rettung in einem Hallengebäude versteckt.

Franziska Killewald, Schülerin der Karl-Kisters-Realschule in Kleve-Kellen, hat für die Schülerzeitung "Notenfrei" den nachfolgenden Bericht verfasst und die Fotos geschossen. - Vielen Dank!!

 
Autotüren knallen, Schläuche werden ausgerollt und Stimmen dröhnen durch die Funkgeräte. Voller Einsatz und volle Konzentration sind gefragt.
Zwischen dem Qualm und den Flammen versuchen sie Menschenleben zu retten, während ihre Teamkollegen mit Wasser den Brand löschen.
 
Aber nicht nur für Brände sind sie zuständig, nein auch wenn Bäume auf der Straße liegen oder Hochwasser ist, sind sie im Einsatz.
Ganz klar, es geht um die Feuerwehr.
 
Und auch am 26. November 2010 brannte es. In einer Schreinerrei im Industriegebiet. Obwohl, nein. Nirgends sah man Rauch oder Flammen. Warum war dann die Feuerwehr da ?!
Notenfrei fragte Herrn van Acken, dem Löschgruppenführer der Feuerwehr von Griethausen was denn genau gemacht wurde, in dem Gebäude. Lange Rede kurzer Sinn. Eine Löschübung.
Eigentlich sollte man ehr sagen 'Rauchübung', denn Wasser gab es bei dem kalten Novemberwetter nur bis zum Verteiler. Mit dem Rest der ausgerollten Schläuche wurde nur simuliert. Natürlich kamen die Atemschutzmasken zum Einsatz. Sie braucht man um in verrauchten oder brennenden Gebäuden Menschen zu retten. Die Menschen waren in dem Fall Kameraden der Jugendfeuerwehr Kleve, die sich in der Halle versteckt hatten. Sie wurden von den Atemschutzgeräteträgern gesucht und dann aus der Halle raus auf Liegen getragen.


Diese Übungen mit dem ganzen Löschzug werden einmal im Jahr abgehalten. Dieser Löschzug besteht aus den Löschgruppen der Orte Warbeyen, Griethausen und Schenkenschanz. Denn wenn es hart auf hart kommt und ein riesiger Brand gelöscht werden muss, müssen alle drei Gruppen zusammen kommen und zusammen arbeiten.
Jeder sollte seine Aufgabe kennen und wissen was im Ernstfall zu tun ist. Alles muss perfekt laufen und damit es ein eingespietes Team bleibt, üben sie an großen Gebäuden.
Das Problem allerdings ist immer, so sagt der Löschgruppenführer aus Griethausen, ein geeignetes Objekt zu finden. Nicht jeder Unternehmer stellt sein Gelände für eine solche Übung zur Verfügung. Aber es gibt eben Unternehmer wie die Tischlerei Killewald GmbH die ihr Gelände für Übungszwecke bereitstellen, wofür die Kameraden des Löschzuges sich recht herzlich bedanken.

 
Neben diesen gemeinsamen Übungen trifft sich jede Löschgruppe noch zwei bis drei Mal im Monat und übt um für den Ernstfall gerüstet zu sein.Sogar die 'Kleinen' sind dabei, die Jugendfeuerwehr. Das sind Jugendliche, die später einmal Mitglied bei den "Großen" in der Feuerwehr werden möchten. Als Jugendfeuerwehr dürfen sie im Ernstfall natürlich noch nicht eingesetzt werden. Aber sie sind schon mit Begeisterung dabei. Deshalb werden sie bei solchen Übungen gerne integriert. 
Die Nachfrage bei der Jugendfeuerwehr ist groß, nur leider gibt es momentan zu wenige Ausbilder und so stehen Jugendliche noch auf der Warteliste und hoffen auch mitmachen zu dürfen.
 
Aber der Weg zum vollständigen Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau ist nicht ganz so einfach, denn es braucht viele Lehrgänge bis man als Feuerwehrmann in Einsatz auch alles machen darf.
Wenn so ein Einsatz kommt, werden die Feuerwehrleute alamiert. Dies erfolgt über den "Piepser", ein Gerät was jeder Feuerwehrmann bei sich trägt. Wenn es denn mal piept, muss es schnell gehen, egal wo man ist. Ob beim Einkaufen oder auf der Arbeit, jeder muss bereit sein und zum Depot seiner Löschgruppe kommen, der er angehört. Sprich, wenn es in Griethausen brennt, werden die Feuerwehrleute in Griethausen benachrichtigt und fahren zum Feuerwehrhaus, um sich dort mit der persönlichen Ausrüstung auszurüsten um dann ins Fahrzeug zu steigen und zum Einsatzort zu fahren.
Jeder der bei der Feuerwehr zum Einsatz gerufen wird, wird von seinem Arbeitgeber natürlich automatisch freigestellt. Der Arbeitgeber kann den Verdienstausfall selbstverständlich bei der Stadt Kleve geltend machen.
 
Nach diesen Informationen fragte Notenfrei, ob es auch Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr gibt? Genau zwei Frauen, waren an diesem Abend unter den 30 Männern zu finden.
Notenfrei fragte Frau Schwohn, wie sie zu der Feuerwehr steht und folgendes ergab sich.
Die Feuerwehrfrau ist bereits sieben Jahren festes Mitglied der Feuerwehr. Ihr Vater war einer der Brandmeister Griethausens. Durch ihn kam sie zur Feuerwehr, die hauptsächlich aus Männern besteht. Warum viele Frauen nicht bei der Feuerwehr seien, erklärte sie Notenfrei so, das viele Angst hätten, wenn sie Brände löschen müssten und genau so 'hart' ran genommen würden wie Männer. 
Am Anfang war es auch nicht immer einfach. Die skeptischen Blicke der Männer trafen sie doch häufiger. Aber nun sei sie akzeptiert und es mache ihr und den anderen Kameraden viel Spaß.

Später, nach der Übung trafen sich noch einmal alle in der kleinen Halle und plauderten ein wenig. Es wurde "Manöverkritik geübt. Was kann man beim nächsten Mal besser machen. Anschließend fuhr jede Löschgruppe zu ihrem Stützpunkt zurück.

 

In einem kleinen Plausch mit einem Feuerwehrmann stellte sich für Notenfrei heraus das auch der aktuelle Klever Karnevalsprinz "Michael der Flammende" Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. Michael der Flammende sprach mit Notenfrei über die Feuerwehr und seine kanevalistische Zukunft.
Der Karnevalsprinz von Kleve ist mit 27 Jahren der jüngste Kanevalsprinz überhaupt und bekommt durch die Feuerwehr jede Menge Unterstützung. Von den 18 aktiven Mitgleidern der Feuerwehr in Griethausen sind sechs in seiner Karnevalsgarde, die auch unsere Schule besuchen wird.
Warum und wieso er Kanevalsprinz werden wollte war eine schnelle Antwort, das war schon immer sein Traum. Zum Schluss noch die neugierige Frage, ob unsere Schule denn einen Kanevasorden bekommen würde, worauf er herzhaft lachte und mit den Schultern zuckte. Eines aber ist klar, Notenfrei wurde bereits mit einer Brosche ausgezeichnet.
Na dann, viel Spaß für die Karnevalszeit.
 
Update 21.05.2015
 
Einsatz Nr. 5:
Mittwoch, 20.05.2015
19:33 Uhr
- Unklare Rauchentwicklung
Martin-Schenk-Straße
(Kleinbrand Eisenbahnbrücke)
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